Video ,,Deadpixies - One Day,,

,,One Day,,
Deadpixies


ist ein besonderes Video. Thematisch ist es ein hypnotisches Feenmärchen mit brutalem Ende. Es ist unser erstes Video und unsere Debüt – Single.

Und vor allem: das Video ist eine NoBudget-Produktion.

15 Freunde trafen sich dafür am Berliner Stadtrand an illegalen Orten, ohne Drehgenehmigung und ohne doppelten Boden. Die Devise: Keine Kohle, volles Risiko. Als die Polizei vorbeikam und uns nach dem ersten Bild vom Platz jagte, dachte ich: Seit 7:00 Uhr wach, 6 Stunden Aufbau, ohne Auto, ohne Profis und dann aufhören?! Nee, wir lassen uns nicht totmachen!

Die alten Berliner Pilsener Brauerei in Berlin Treptow war die perfekte Location: Düster, ruinös, verwildert – aber leider kein Geheimtipp mehr.

Von iIlegalen Electroparties bis hin zu bizarren Models mit Mode-Fotografen oder Porno-Equipment. Hier gab es immer was zu sehen.

Als ich mit Eve im Morgentau über das Gelände flog, hatte sie eine Vision: „Die Existenz muss zu Wort kommen! Es gibt keine Existenz ohne Transzendenz.“ murmelte sie und sackte erschöpft in meine Arme.

Transzendenz? Übernatürliches? Auf jeden Fall lag etwas Verwunschenes unter diesen Mauern. Hier war mal mehr als nur Brauereibetrieb. Unter Moos und Sträuchern wucherte etwas Altes, Unheimliches, Unnatürliches. Etwas Zerbrochenes, das mal aufstand und sich wehrte, das wieder Leben erschafft, wo sich der Mensch mit Stahl und Beton verewigt hat. Es war, als würde die Natur unter den Mauern Verwünschungen flüstern.

Der Mensch greift in die Umwelt ein, gierig und maßlos, er lässt er eine unendlich wachsenden Zivilisationswüste zurück. Und mir war klar: Man muss in dieser Betonwüste die Natur zu Wort kommen lassen. Man muss die Geschichte dieses Ortes erzählen.

Die Idee stand also.Wir gingen durch alle Räume auf dem Brauereigelände und machten erste Fotos, filmten einige Räume ab. Wir planten einige Szenen vor Ort und Drehbuch und Storybuch wuchsen.

Dabei hatte ich immer wieder Flashbacks. meine Wahrnehmung veränderte sich und plötzlich war ich wie an einem anderen Ort. Ich selbst war dabei war wie eine optische Täuschung, ein Auge, das aus einer anderen Dimension uns 2 sah. ich sah uns also von Oben wie wir gerade über dieses Gelände liefen. Ich rief von hoch oben und versuchte Eve und mich zu erreichen, aber ich war nicht zu hören. Ich sah nur. Diese Flashbacks hatte ich seither öfter und immer wieder gaben sie mir ganz besondere Informationen.


Einige Sessions später war die Story fertig, Drehplan, Szenenplan, Material Liste, Maske und Kostüm wurden klarer. Es stellte sich immer mehr heraus, dass ein Naturwesen, eine Fee, eine Symbolgestalt aus Eve reden wollte für dieses Video. Die Geschichte des Ortes wollte erzählt werden.

Wir trommelten uns ein super Team zusammen:

2 Kameramänner

1 Kamera Assistent

2 Lichtmänner

1 Makeup Stylistin

3 Statisten

2 Helping Hands

1 Fotografin

Von geplanten 3 Leuten am Set hatten wir plötzlich eine Crew von 14. Alle waren begeistert von der Idee und gaben ihr Bestes, um die Story dieses verwunschenen Ortes zu erzählen. Der Dreh und das finale Video waren einfach spitze.

2 Drehtage á 12-14 Stunden ohne Bezahlung an einem illegalen Ort… es war ein mutiges Projekt.

An einem Samstag um 8 Uhr morgens war Drehbeginn. Maske und Kostüm aber begannen schon morgens um 5 Uhr 30.

Es war eine klasse Stimmung am Set. Wir hatten top Wetter und transportierten - ohne Auto, ohne Hilfe- zu Fuß unser gesamtes Equipment an die Drehorte. Wir sahen mit unseren Körben und ragetaschen aus wie eine Prozession von seltsamen Arbeitsbienen. Allen voran Eve im Elfenkostüm.

Auf großen Teilen des Geländes liefen zeitgleich die Vorbereitungen für eine Party und die Partycommunity deckte sich mit Baumarkt- Einkaufswägen voller Getränke ein. In der Partymenge hatte ich einen nächsten Flashback: Ich war wieder in dieser anderen Dimension und sah auf mich herab. Und ich sag, wie einen Mann in einer Uniform mir einen Zettel gab. Ein Strafzettel? Wir hatten aber kein Auto. Ich beachtete diese Sache nicht weiter und wir bauten die Kamera auf. Der Dreh lief wie am Schnürchen.

Wir drehten grad die Szene am Fenster- da stand plötzlich ein Wachmann mitten im Bild. „Statisten räumen bitte das Set!“ rief der Set-Assi neben der Kamera. „Nee, der is echt.“ sagte der Polizist laut und schaute mir streng in die Augen. Der Typ aus dem Flashback! Seine Kollegen rückten im Wagen an und zückten Strafzettel. Freundlich wurden wir gebeten, das illegal betretene Gelände zu verlassen, andernfalls...naja ihr kennt das ja… Was mich verblüffte:Die Flashbacks hatten also einen echten Informationsgehalt.

Mit wunderschönen Takes im Kasten räumten wir um 13 Uhr kampflos das Feld, 14 Leute zu Fuß mit Drehequipment wieder auf Anfang. Wir waren entmutigt. Ein viertel Drehtag und so eine Pleite. Da flog Eve in ihrem Elfenkleid über unsere Köpfe: „Erst im Scheitern zeigt sich die Existenz. Und erst in der Grenzsituation kann man scheitern. Und an der Grenze liegt die Existenz. Wir sind also auf dem genau richtigen Weg.“

Da schmiedeten wir Pläne, am nächsten Tag alles zu drehen und beweglicher zu bleiben, falls wieder ein Blaumann auftaucht. Wir machten Abstriche im Equipment- kein Stromgenerator, keine große Lichtanlage und nur das Nötigste an Requisiten. Damit waren wir auf dem riesigen Gelände, schwer auszumachen und viel beweglicher. Und auch wir hatten jetzt Leute auf Wachposten, die checkten, ob Verstecken angesagt war.

Wir drehten schnell und effektiv, keine Störungen, keine Flashbacks. Die letzte Szene des Drehtags war dann auch das Abschlussbild im Video. Die aussagekräftige Pointe, das Finale. Wir drehten im dunklen Folterraum unter schweren Bedingungen: Ohne große Elektrik und mit leeren Akkus angelten wir in halsbrecherischen Aktionen den letzten Funken Tageslicht. Selbst die Sonne wartete bis wir alles im Kasten hatten. Drehschluss! 14 Leute übermüdet, erschöpft und glücklich.

Jetzt begann die eigentliche harte Arbeit: Die Animation und der Schnitt. Nachdem die Takes katalogisiert waren für die Animation Fx, Schnitt und Postproduktion, ging es an die Animationen in 3D. Um leicht mit den gedrehten Material in der 3D Umgebung zu arbeiten, habe ich zuerst Bildersequenzen aus den Videofiles generiert. Für jede zu animierenden Szene musste der reelle kameraverlauf auch virtuell berechnet werden. Sonst würde der Efeu ja nicht fest auf dem Objekt in der Szene liegen, sondern sich wie eine Fliege auf der Linse mit dem (Infos unter Matchmoving). Nachdem 3d und echter Kameraverlauf synchron waren, ging´s an die Animation. Efeui wachsen lassen, Beleuchtung anpassen, Schatten setzen, Flächen und Objekte nachbauen. Anschließend als Alpha rendern und mittels Videoeditor zusammensetzen. Zu guter Letzt noch das Traking der Sprühflasche für Sprühnebel designen und kreiere. Als wir alles animiert hatten, ging es weiter mit dem finalen Schnitt nach Drehplan. Zur Seite stand uns einer der Kameramänner, der uns mit seiner langjährigen Erfahrung half das Video fertig zu bekommen. Nach einigen Wochen schneiden, gucken, probieren und Ruhephasen -war es fertig.


Wir laden euch und die ganze Welt herzlich ein: Schaut unser Video „One Day“!

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Danke an alle die dabei waren und mitgeholfen haben.


The Deadpixies